Diagnose

Es gibt keinen einzelnen Test, der feststellen kann, ob jemand die Alzheimer-Krankheit hat. Die Diagnose wird durch eine gründliche Untersuchung des körperlichen und geistigen Zustandes des Patienten gestellt.
Vielen Familien fällt die Entscheidung schwer, wegen Gedächtnis- und Verhaltensveränderungen eines Verwandten einen Arzt aufzusuchen. Sie haben möglicherweise Schuldgefühle, weil sie damit zum Ausdruck bringen, dass etwas nicht in Ordnung ist oder sie empfinden es als einen Vertrauensbruch gegenüber der betroffenen Person. Manchmal ist es auch nicht einfach, den Patienten zu einem Arztbesuch zu bewegen, aber erst auf der Grundlage der ärztlichen Untersuchung kann die Diagnose einer möglichen oder wahrscheinlichen Alzheimer-Krankheit gestellt werden.

Möglich, wahrscheinlich oder sicher?
Die Diagnose der Alzheimer-Krankheit kann drei Sicherheitsgrade haben: möglich, wahrscheinlich oder sicher. Die Diagnose einer möglichen Alzheimer-Krankheit wird gestellt, wenn die klinischen Symptome und eine Verschlechterung von zwei oder mehr kognitiven Leistungen (z. B. Gedächtnis, Sprache, oder Denkvermögen) beobachtet werden, zusätzlich jedoch weitere Krankheiten vorliegen, die aber nicht als Ursache der Demenz angesehen werden.
Die Diagnose wird als wahrscheinlich eingestuft, wenn die erwähnten Kriterien in Abwesenheit einer weiteren Krankheit vorhanden sind.
Der Nachweis von charakteristischen Plaques und Neurofibrillenveränderungen im Gehirn ist die einzige Möglichkeit, die Diagnose der Alzheimer-Krankheit endgültig zu sichern. Aus diesem Grund kann die Diagnose einer sicheren Alzheimer-Krankheit nur durch eine Gewebeentnahme aus dem Gehirn oder durch die Untersuchung des Gehirns nach dem Tod (Autopsie) gestellt werden.

Vorgeschichte und körperliche Untersuchung
Bei der ärztlichen Untersuchung werden die Angehörigen gebeten, Auskunft zu geben über das Verhalten der Betroffenen im täglichen Leben - zum Beispiel über Schwierigkeiten beim Ankleiden, Waschen, bei der Regelung von finanziellen Angelegenheiten, beim Einhalten von Verabredungen, beim Reisen ohne Begleitung, bei der Arbeit oder bei der Bedienung von Haushaltsgeräten. Möglicherweise wird auch eine neuropsychologische Untersuchung durchgeführt. Dazu gehört, Probleme des Gedächtnisses, der Sprache, des Planungsvermögens und der Aufmerksamkeit herauszufinden. Eine einfache und häufig eingesetzte Untersuchung ist der Mini-Mental-Status-Test. Dabei werden dem Patienten Fragen vorgelegt wie: Welches Datum haben wir? In welcher Stadt befinden wir uns? Wie heisst dieser Gegenstand (wobei eine Uhr vorgezeigt wird). In einem weiteren Teil dieser Untersuchung wird der Patient gebeten, eine Reihe von einfachen Anweisungen auszuführen.

Laborbestimmungen
Es werden zahlreiche Laboruntersuchungen vorgenommen (in Proben von Blut und Urin), um das Vorhandensein von anderen Krankheiten auszuschliessen, mit denen die Demenz erklärt werden könnte oder die zur Verschlimmerung einer Alzheimer-Krankheit beitragen. Darüber hinaus sind einige bildgebende Verfahren entwickelt worden, mit denen Abbildungen des lebenden Gehirns erzeugt werden können, um die Unterschiede zwischen dem Gehirn von Alzheimer-Patienten und gesunden älteren Menschen festzustellen. Diese Verfahren erlauben eine risikofreie und schmerzlose Untersuchung des Gehirns einer lebenden Person. Obwohl sie die Diagnose der Alzheimer-Krankheit nicht sichern können, werden sie von Ärzten zur Unterstützung der Diagnose eingesetzt.

Adresse
Alzheimervereinigung
Kanton Zürich
Informationsstelle
Seefeldstrasse 62
8008 Zürich

Informationstelefon
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